Demo 2: Predictive Maintenance ›  
Datenerhebung

Der zweite Schritt des Predictive Maintenance-Prozesses, die Datenerhebung, wird durch Hardware-Komponenten durchgeführt, die entweder schon in die Bauteile integriert sind oder nachträglich angeschlossen werden. Die grundlegende Funktionsweise der Datenerhebung, insbesondere auch der Aufbau einer Hardwarekomponente und die Datenübertragung an einen Server, werden in Demo 1: Sensordaten beschrieben.

Die erfassten Sensordaten werden in tabellarischer Form als Dateien oder in einer Datenbank hinterlegt und stehen dann für die Datenanalyse zur Verfügung. In der Sprache des Datenanalysten sind die Sensordaten Beobachtungen, die einen Datensatz bilden.

Entstehung einer Beobachtung

Ein Bauteil oder eine Maschine, hier: ein bzw. mehrere Motoren, wird mit Sensoren zur Erfassung des Drucks und der Temperatur ausgestattet. Der Name des Bauteils, die Werte der Sensoren und der aktuelle Zustand des Bauteils ("In Ordnung" oder "Ausfall") werden in einer Tabelle gespeichert. In der Grafik wurde zur besseren Übersichtlichkeit der Zustand als Merkmal weggelassen, dieser ist aber immer nötig um aus den Daten ein Modell zu erstellen.

Grafik zur Beobachtung
Jedes Bauteil, das Sensordaten liefert, bildet eine Beobachtung.
  • Werden z.B. 9 Bauteile mit Sensoren ausgestattet und liefern jede Stunde Werte, dann gibt es nach 2 Stunden 9 mal 2, also insgesamt 18 Werte. Nach jeder weiteren Stunde erhalten wir 9 zusätzliche Beobachtungen.
Sensorwerte und Zustand des Bauteils bezeichnet man als Merkmale der Beobachtung.
  • Die Merkmale entsprechen den Sensorwerten (z.B. zu Temperatur, Laufbewegung, Druck, usw.), die die Bauteile (Beobachtungen) liefern. Der Name des Bauteils, die Werte der Sensoren und der aktuelle Zustand des Bauteils ("In Ordnung" oder "Ausfall") werden in einer Tabelle gespeichert.

Entstehung eines Datensatzes

Wie entsteht ein Datensatz? Ein oder mehrere mit Sensoren ausgestattete Bauteile oder Maschinen, hier: mehrere Motoren, liefern in gewissen Abständen, hier: stündlich, Werte zu Druck und Temperatur (und zum aktuellen Zustand des Bauteils: "In Ordnung" oder "Ausfall"), diese Werte werden in einer Tabelle gespeichert. So entsteht ein Datensatz aus historischen, d.h. in der Vergangenheit liegenden, Beobachtungen.

Grafik zur Beobachtung